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Es ist 4:45 Uhr am Freitag. Ein noch relativ müder Französisch-Gk erwartet gespannt die Abfahrt seines Zuges. Nach fünf Stunden Fahrt, in denen sich unser Vorrat an Essbarem deutlich dezimierte und das Schlafen auf verrenkte Knochen hinaus lief, kamen wir endlich in Paris an. Mit der métro, die uns einen ersten Eindruck des Pariser Shabby-Schick-Flair vermittelte, machten wir uns auf den Weg zum musée de l’histoire de l’immigration im Palais de la porte dorée. Dort offenbarte sich uns eine Vielfalt an verschiedensten Geschichten von Einwanderern verschiedener Herkunftsländer und deren ganz individuellen Geschichten. Unterlegt wurden die zahlreichen Geschichten mit persönlichen Gegenständen der Einwanderer, was die ganze Geschichte viel lebendiger und greifbarer gestaltete.

Um zu einem, inzwischen dringend nötigen, Mittagessen zu gelangen machten wir einen Spaziergang zum Bercy Village, wo wir aus zahlreichen kleinen Restaurants in einem pittoresken Ambiente wählen konnten.

Im Anschluss begann dann der sportliche Teil des Tages: Métro, Arc de Triomphe, Champs Élysées, métro, Sacré cœur.

Den Anstieg zur Sacré cœur, mit über 250 Stufen, das Schießen einiger Fotos und den anschließend Abstieg mit dem einsetzenden Regen bewältigten wir innerhalb weniger als einer halben Stunde bevor wir wieder mit der Métro zum Gare du Nord fuhren. Nach einigem Herumgeirre mussten wir dann einen Schlusssprint zum Gleis hinlegen um den Thalys noch zu bekommen.

Glücklich und erschöpft sitzen wir nun im Zug und haben noch zwei Stunden vor uns, bevor wir wieder Dortmund erreichen.

Letztendlich war es trotz des doch recht straffen Zeitplans ein schöner Tag und Abschluss für die letzten zwei Jahre mit diesem Kurs.